Ländliche Entwicklung

Partner – Abkürzung
Technische Universität Kosice – TUKE

Pilotkonzept und Ansatz

Die Vernetzung von Wissen ist zu einer wesentlichen Managementaufgabe geworden. Ihr Zweck ist es, Wissen und Erfahrungen einzelner Experten als Grundlage für die Erzeugung brauchbarer Innovationen zu vermitteln und Unternehmen zu ermöglichen, kontinuierliche Weiterentwicklung zu erreichen. Das schafft echte Wettbewerbsvorteile und kann von allen am Prozess Beteiligten verwendet werden.

Experten sind nicht immer bereit, ihre Erfahrung als eine Selbstverständlichkeit zu teilen. Ländliche Organisationen müssen daher Wege finden, eine effektive, freiwillige und auf Vertrauen basierende Vernetzung von Experten zu schaffen, sowohl innerhalb als auch jenseits der Grenzen ihrer eigenen Institutionen. Entscheidend für die Wirksamkeit und den Erfolg eines Netzwerks bei der Erreichung seiner Ziele ist die Art und Weise, wie Wissen zur Verfügung gestellt, ausgetauscht und übertragen wird.
Es sollte wichtige Vorteile für die politischen Entscheidungsträger und regionale, ländliche Repräsentanten liefern, um das gleiche Ziel zu verfolgen zu können: Bekämpfung der ländlichen Armut, Austausch der wichtigsten Erkenntnisse, einen Platz für Informations-und Erfahrungsaustausch und Schulungen für verschiedene Zielgruppen in ländlichen Gebieten zu ermöglichen. Eines der größten Probleme in der heutigen Zeit für slowakische ländliche Behörden ist es, Rettungungsmaßnahmen und Notfallpläne im Bereich des Hochwasserschutzes zu verbessern. Ein Netzwerk mit der Möglichkeit für Wissens und Informationsaustausch, unterstützt durch Erziehung und Ausbildung, wird neuen Wind in ihre strategischen und operativen Entscheidungen bringen. Das Netzwerk kann nicht nur Informationen über neue Trends in der ländlichen und regionalen Entwicklung sowie über das Innovationsmanagement für den ländlichen Raum, sondern auch Innovationen als Kernprodukt liefern. Bestehende Initiativen und Projekte wie E-obce.sk, das Dorf des 3. Jahrtausends, sollen erweitert werden, um ländliche Gebiete im Hinblick auf ihre ländliche und regionale Entwicklung in entscheidenden Bereichen zu unterstützen.

Aktivitäten des Pilotprojekts 

Die Basiskomponente bezogen auf den Einkauf in einer LivingLab Umgebung ist die Anwendung eines plattformübergreifenden Ansatzes, der es ermöglicht verschiedene Anwendungen und Zwecke (Kommunikation und Einkauf) zusammenarbeiten zu lassen. Dieser plattformübergreifende Ansatz beinhaltet drei Hauptelemente:

  • Die Kommunikationsplattform (Ideen, Management, Gemeinwissen)
  • Die built-in Einkaufsservices
  • Die einkaufsbezogenen Anwendungen

1. Die Kommunikationsplattform – durch die Komponente des Ideenmanagements wird es ermöglicht Ideen und Konzepte zu teilen und zu diskutieren und dies in vordefinierten Communities oder öffentlich. Es ist das Herzstück eines „Labors“, denn es bietet Raum zur Kollaboration und Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten (Stakeholdern). Dadurch, dass sich die Plattform auf das Thema Einkauf fokussiert, sollten die besprochenen Themen sich hierin wiederfinden, aber nicht zwingend ausschließlich. Dieser Teil ist somit ein Eckstein für die Generation des gemeinsamen Wissens und für Best Practices im öffentlichen Auftragswesen. Zudem steht er auch für die Entwicklung von Innovationen in Einkaufsprozessen (sozial und technisch) und wird offen mit verschiedenen Stakeholdern geteilt. Die Kommunikationsplattform wird helfen die folgenden Themen und Fragestellen zu beantworten:

  • Rechtliche Fragen zum Einkauf – Sich regelmäßig ändernde Gesetzgebung führt zu Problem bei Einkäufern und vernachlässigt kleine Gemeinden mit kleinem Budget. In diesem Fall könnte es schon helfen das Umfeld zu befragen. 
  • Fragen bezogen auf Einkaufsprozesse – Die Gemeinden müssen unterschiedliche Produkte/Dienstleistungen einkaufen im Laufe eines Jahres und oftmals sind sie vielleicht nicht vertraut mit Produkten/Dienstleistungen so wie es die Verkäufer sind. Diese Situation lässt Verkäufer eine stärkere Position in Verhandlungen einnehmen und führt zu geringeren Ersparnissen im Einkauf. Wie dem auch sei, moderne Einkaufsstrategien (z.B. elektronische Angebote und Auktionen, etc.) könnten helfen hier eine Balance zwischen Käufer und Verkäufer zu schaffen.
  • Das Teilen von Best Practices – Die Gemeinden, die einen erfolgreichen Einkaufsprozess gestaltet haben, möchten vielleicht ihre Erfahrungen teilen. Die Motivation dahinter kann im Stolz oder der Reputation liegen, welche die Gemeinde erfahren kann, oder einfach nur aus Freundlichkeit. 
  • Technische Fragestellungen zur Built-in Anwendung und zur Plattform selbst – Wenn Unklarheiten oder technische Fehler auftreten, kann dies übermittelt werden und man erhält Support.

2. Die Built-in Einkaufsservices – Diese Services sind Teil des plattformüberschreitenden Rahmens (z.B. Management von Käufen, Lieferantenkatalog, Instant Messaging). Es wird angenommen, dass diese Dienste Daten von Anwendungen von Drittanbietern zur Verfügung stellen und diese auch lesen können. 

3. Die einkaufsbezogenen Anwendungen – Dieser Teil repräsentiert den Kern des Einkauftools, der aus verschiedenen Einkaufsanwendungen besteht (e-Ausschreibungen, E-Auktionen, Datenanalysen, etc.). Diese sind nicht nur öffentlich finanziert (z.B. im Rahmen des CentraLab Projektes oder anderen Projekten), sonst auch kommerziell vertriebene Applikationen finanziert durch Unternehmen werden Anwendung finden. Die Plattform wurde so designt, dass sichergestellt ist, dass eine hohe Zahl an Applikationen aus unterschiedlichen Quellen verwenden kann, was auch wiederum Raum für weitere Innovationen – in Form von innovativen Einkaufsanwendungen – beitet.

Charakteristiken der IKT-Plattform:

  • CRM, Soziale Netzwerke – es wird ein Netzwerk gebildet, dass verschiedene Stakeholder zusammenführt (Gemeinden, IKT-Anbieter, FTE-Organisationen, Politiker) und in welchen alle Nutzer mit verschiedenen Social Features ausgestattet sind.
  • E-Learning-System – besonders der Bereich des Teilens von Wissen. Das Wissen, dass im Ideen Management gewonnen wurde, wird automatisch durch die User selbst formal mit den eingebauten Funktionalitäten gestaltet und dann anderen Usern zur Verfügung gestellt.
  • Mobiltelefon/Tablet – Das Bootstrap Framework wurde verwendet. Es basiert auf dem Responsive Web Design (RWD) und zielt darauf ab die Anwendung auf eine Vielzahl von Geräten anzupassen, um ein optimales Betrachten zu ermöglichen. 
  • API (Application Programming Interface) – es gibt an wie verschiedene Komponenten (Built-in Services und Anwendungen von Drittanbietern) mit einander interagieren. Der Vorteil dabei liegt nicht nur darin, dass Drittanbieter die Möglichkeit zum Zugang zu Daten haben, sondern auch in der Implementation von zusätzlichen Anwendungen ist vergleichsweise einfach und intuitiv durchführbar. 
  • REST (REpresentational State Transfer) Architektur wurde adaptiert.
  • JSON (JavaScript Object Notation) wurde zur Datenspeicherung und Übertragung im Netzwerk adaptiert.
  • OAuth2 wurde adaptiert, um Drittanbietern den Zugang zur Database zu garantieren.
  • RethinkDB wurde adaptiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.smart-pcp.eu/

Verantwortlich für das CentraLab Pilotprojekt „Ländliche Entwicklung“:

Frantisek Janke
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